Philip Roth, Empörung

Empörung

Wie wollen wir leben? Wollen wir die Tradition unserer Eltern fortsetzen – oder müssen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen?

1951, im zweiten Jahr des Koreakriegs, beginnt Marcus Messner aus Newark, New Jersey, sein erstes Semester am idyllischen, konservativen College von Winesburg in Ohio. Warum ausgerechnet hier? Weil sein Vater, ein arbeitsamer, aufrechter Metzger im jüdischen Viertel von Newark, allem Anschein nach verrückt geworden ist – verrückt vor Angst vor den Gefahren des Erwachsenenlebens, den Gefahren der Welt, den Gefahren, die er in jeder Ecke auf seinen heißgeliebten Sohn lauern sieht. Kaum ist Marcus im College, kommt es nicht nur zu einem ersten, ihn völlig verstörenden Erlebnis mit einem fragilen jungen Mädchen, sondern er begegnet auch des Diskriminierung in einer Form, die ihn um so mehr empört, als sie sich nicht deutlich zu erkennen gibt. Wider seinen Willen wird er zum Rebellen, und da er sich im Recht weiß, bleibt er hartnäckig bis zum bitteren Ende.

Eine Geschichte die von Unerfahrenheit, von Torheit, intellektuellem Widerstand, sexuellen Entdeckungen, Mut und Irrtum handelt.