Empfehlungen

Erika Pluhar, Spätes Tagebuch

Paulina Neblo kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Als Choreografin gründete sie eine erfolgreiche Tanz-Company, hatte zahlreiche Affären, eine Tochter, die sie über alles liebte, und endlich, als bereits reife Frau, eine erfüllte Ehe. Doch nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und Verlusten zieht Paulina sich aus dem aktiven Leben zurück. Aber ihr Umfeld lässt diese selbstgewählte Eisamkeit nicht zu. Paulina… mehr lesen »

André Pilz, Man Down

Kai ist 25 und am Ende: Nach einem schweren Arbeitsunfall findet er keinen Job mehr, seine Wohnung ist ein heruntergekommenes Loch, sein einziger Trost sind Alkohol und Drogen, mit denen ihn sein türkischer Kumpel Shane versorgt. Und da sind noch Shanes Brüder, die Kai Geld geliehen haben und ihn nun zwingen, für sie Drogen zu schmuggeln. Dann begegnet Kai Marion,… mehr lesen »

Hans-Georg Behr, Fast ein Nomade

Künstler will er werden, nichts anderes. Deshalb reißt der Erzähler am Tag seines 14. Geburtstags aus der verhassten Klosterschule aus, trampt nach Wien und wird stente pede an der Akademie der bildenen Künste vorstellig. Teils Autobiographie, teils Schelmenroman, ein wunderbares Stück Prosa: Hans-Georg Behr über Irrungen und Wirrungen, Hermann Hesse und Bert Brecht, orientalische Ausflüge und was das alte Österreich… mehr lesen »

Philip Roth, Empörung

Wie wollen wir leben? Wollen wir die Tradition unserer Eltern fortsetzen – oder müssen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen? 1951, im zweiten Jahr des Koreakriegs, beginnt Marcus Messner aus Newark, New Jersey, sein erstes Semester am idyllischen, konservativen College von Winesburg in Ohio. Warum ausgerechnet hier? Weil sein Vater, ein arbeitsamer, aufrechter Metzger im jüdischen Viertel von… mehr lesen »

Thomas Bernhard, Meine Preise

Die Kunst der Übertreibung kann nach Aussage von Thomas Bernhards, des Meisters dieser Kunst, auch die Form der Untertreibung annehmen. Im Sinne einer solchen Untertreibung muß die Publikation von “Meine Preise” als Sensation gelten. Knapp, lakonisch, auf die gesamte Welt schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, gibt Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Schriftstellers als Preisempfänger. Sein Bericht setzt… mehr lesen »

Juli Zeh, Corpus Delicti

Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor dem Schwurgericht verantworten muß. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt… mehr lesen »