Laura Shaine Cunningham, Unter Freundinnen

Unter Freundinnen

Sechs beste Freundinnen treffen sich in der kältesten Nacht des Jahres in einem Loft in Downtown, während der “Sturm des Jahrhunderts” über Manhattan hinwegfegt.

Die eine freut sich über einen neuen Liebhaber, die andere verläßt ihren untreuen Ehemann, die dritte beschließt, ein Kind zu kriegen. “Six in the City” – beim gemeinsamen Abendessen fliegen Spitzen und Sticheleien über den Tisch. Wer gewinnt – die Romantikerinnen oder die Pragmatikerinnen?

Joseph O´Connor, Wo die Helden schlafen

Den Kartographen Alan verschlägt es in den Zeiten des Amerikanischen Bürgerkrieges in die raue Goldgräberstadt Edwardstown. Dort lernt er Lucia, die Frau des mysteriösen und launischen Gouverneurs O´Keffe kennen und lieben. Während die Männer auf den Schlachtfeldern nur eine Freiheit kennen – die aus der Gewehrmündung – erkämpft sich Lucia die Freiheit der wahren Liebe. Literarische Hochspannung in absoluter Vollendung!

Nancy Huston, Ein winziger Makel

Nancy Huston, Ein winziger Makel

Der sechsjährige Sol hat eigentlich alles, was man braucht: eine funktionierende Familie, hohe Intelligenz, ein gutes Zuhause. Nur ein Muttermal im Gesicht irritiert ihn so sehr, dass er es wegoperieren lassen möchte. Doch dieses Muttermal hat seine eigene Geschichte. Diese hat ihren Ursprung in der Kindheit seiner Urgrossmutter Erra und setzt sich fort in denen seiner schrägen Grossmutter Sadie und seiner bigotten Mutter Tessa. Rückwärts aus der Sicht dieser 4 (jeweils im Alter von 6) wird ein böses Familiengeheimnis freigelegt, das seine Wurzel im zweiten Weltkrieg hat.

Meisterwerk!

David Nicholls, Ewig Zweiter

David Nicholls, Ewig Zweiter

Stephen McQueen, ein zweitklassiger Schauspieler, leidet nicht nur unter der Namensgleichheit mit einem berühmteren Kollegen, sondern auch unter der Tatsache, dass er hauptsächlich für Leichen besetzt wird. In einer erfolgreichen Theaterproduktion ist er immerhin Zweitbesetzung für den Shooting-Star der Szene, Josh Harper. Dieser, ein Star-Egomane wie aus dem Drehbuch, benutzt den naiven Steve als Deckung für seine zahlreichen Affären. Unpraktischerweise verliebt sich die Zweitbesetzung in die Gattin des Stars. Dramen bahnen sich an…

Dreiviertel des Buches steht man Kopf vor Lachen, dann wird’s kurz sehr traurig, bevor Nicholls den Leser in ein sanftes Happy-End entlässt. Grosses Kino.

Sven Eric Bechtolf, Vorabend

Sven Eric Bechtolf,  Vorabend

Bevor Bechtolf seine vielbeachtete „Walküre“- Inszenierung an der Wiener Staatsoper anging, war mit „Rheingold“ der Vorabend des „Rings“ dran. Von dieser seiner ersten Opernregie-Erfahrung handelt auch sein Debut als Autor. Die Auseinandersetzung mit dem „erotomanen Anarchisten“ Wagner verknüpft er dabei geschickt mit Erinnerungen an seine Kindheit – in einer Sprache, die oft an Thomas Bernhard erinnert, aber genug persönliche Note enthält.

Ein großes Lese-Vergnügen nicht nur für Opernfans.