
Kai ist 25 und am Ende: Nach einem schweren Arbeitsunfall findet er keinen Job mehr, seine Wohnung ist ein heruntergekommenes Loch, sein einziger Trost sind Alkohol und Drogen, mit denen ihn sein türkischer Kumpel Shane versorgt. Und da sind noch Shanes Brüder, die Kai Geld geliehen haben und ihn nun zwingen, für sie Drogen zu schmuggeln. Dann begegnet Kai Marion, und plötzlich ist alles anders. Marion ist hübsc, sexy, witzig und Marion mag ihn, trotz seiner zerrrissenen Klamotten. Sie ist Kais große Liebe, das Licht am Ende seines Tunnels, und alles könnte gut werden – wenn da nicht ein fatales Geheimnis wäre, das Marion verbirgt, und wenn Kai nicht irgendwann klar werden würde, dass nichts so ist, wie es den Anschein hatte.
André Pilz erzählt diese Geschichte genau so, wie sie erzählt werden muss: hart, direkt, authentisch und emotional.

Künstler will er werden, nichts anderes. Deshalb reißt der Erzähler am Tag seines 14. Geburtstags aus der verhassten Klosterschule aus, trampt nach Wien und wird stente pede an der Akademie der bildenen Künste vorstellig.
Teils Autobiographie, teils Schelmenroman, ein wunderbares Stück Prosa: Hans-Georg Behr über Irrungen und Wirrungen, Hermann Hesse und Bert Brecht, orientalische Ausflüge und was das alte Österreich mit den Beatles zu tun hat.

Wie wollen wir leben? Wollen wir die Tradition unserer Eltern fortsetzen – oder müssen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen?
1951, im zweiten Jahr des Koreakriegs, beginnt Marcus Messner aus Newark, New Jersey, sein erstes Semester am idyllischen, konservativen College von Winesburg in Ohio. Warum ausgerechnet hier? Weil sein Vater, ein arbeitsamer, aufrechter Metzger im jüdischen Viertel von Newark, allem Anschein nach verrückt geworden ist – verrückt vor Angst vor den Gefahren des Erwachsenenlebens, den Gefahren der Welt, den Gefahren, die er in jeder Ecke auf seinen heißgeliebten Sohn lauern sieht. Kaum ist Marcus im College, kommt es nicht nur zu einem ersten, ihn völlig verstörenden Erlebnis mit einem fragilen jungen Mädchen, sondern er begegnet auch des Diskriminierung in einer Form, die ihn um so mehr empört, als sie sich nicht deutlich zu erkennen gibt. Wider seinen Willen wird er zum Rebellen, und da er sich im Recht weiß, bleibt er hartnäckig bis zum bitteren Ende.
Eine Geschichte die von Unerfahrenheit, von Torheit, intellektuellem Widerstand, sexuellen Entdeckungen, Mut und Irrtum handelt.

Die Kunst der Übertreibung kann nach Aussage von Thomas Bernhards, des Meisters dieser Kunst, auch die Form der Untertreibung annehmen. Im Sinne einer solchen Untertreibung muß die Publikation von “Meine Preise” als Sensation gelten.
Knapp, lakonisch, auf die gesamte Welt schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, gibt Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Schriftstellers als Preisempfänger. Sein Bericht setzt da ein, wo die fünf autobiographischen Erzählungen enden: bei seiner frühesten Anerkennung 1963 – uns sie schließen mit seinem Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Ende 1979. In dieser Erstpublikation eines von Bernhard für den Druck vorgesehenen, abgeschlossenen Manuskripts erfährt der Bernhard-Kenner Unbekanntes über Schreiben und Leben des Autors, den Bernhard-Liebhaber erwartet eine fulminale Prosakomödie auf dem höchsten Stand der Bernhardschen Kunst.

Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor dem Schwurgericht verantworten muß. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht diese Innenausstattung aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden. Mia Holl will beweisen, dass ihr Bruder, verurteilt wegen einer angeblichen Vergewaltigung, unschuldig ist. Sie gerät also in Stellung gegen das System, hier “Methode” genannt, auch aus Liebe zu ihrem Bruder, der sich das Leben nahm.
Juli Zeh entwirft das spannende Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert. Gesundheit ist zur höchsten Bügerpflicht geworden. Die “Methode” verlangt ein festes Sportpensum ebenso wie die Abgabe von Schlaf- und Ernährungsberichten.
Ein ungeheuer spannendes Buch über unsere Zukunft.